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Datenlandkarte und Datenkatalog: Data Governance mit AtlasOne
Fast jede Organisation kennt das Problem: Applikationen, Schnittstellen und Datenbestände sind über Jahre gewachsen, Verantwortlichkeiten stehen in verstreuten Excel-Listen oder nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender. Spätestens bei einem Systemwechsel, einer Datenschutzanfrage oder einem neuen Datenprojekt fehlt der Überblick.
Eine Datenlandkarte schafft diesen Überblick. Mit AtlasOne hat Substring ein Werkzeug entwickelt, das Datenlandkarte, Datenkatalog und Data Governance in einer Anwendung zusammenführt – nach dem Motto «Daten verstehen statt verwalten».
Was ist eine Datenlandkarte?
Eine Datenlandkarte ist eine visuelle Übersicht über die Datenlandschaft einer Organisation: Welche Applikationen gibt es, welche Datenbestände halten sie, über welche Schnittstellen fliessen Daten, und wer ist dafür verantwortlich? Im Unterschied zu einer statischen Grafik ist eine gute Datenlandkarte ein lebendiges Inventar, das gepflegt, durchsucht und mit Geschäftsprozessen verknüpft werden kann. Wie Sie dabei vorgehen, beschreiben wir im Artikel Datenlandkarte erstellen.
Was ist ein Datenkatalog?
Ein Datenkatalog – auch Metadatenkatalog – beschreibt Datenbestände strukturiert: Inhalt, Herkunft, Format, Klassifizierung und Zuständigkeit. Öffentliche Verwaltungen in der Schweiz orientieren sich dabei am Standard DCAT-AP CH, der die Beschreibung von Katalogen, Datensätzen, Distributionen und Datendiensten vereinheitlicht. Mehr zum Begriff erfahren Sie unter Was ist ein Data Catalogue?
AtlasOne: Datenlandkarte, Katalog und Governance in einem Tool
Viele Organisationen führen Datenlandkarte, Metadatenkatalog und Rollenverzeichnis in getrennten Werkzeugen – oder gar nicht. AtlasOne verbindet diese Sichten, damit fachliche Datensätze und die technischen Tabellen dahinter nicht mehr auseinanderlaufen.
Interaktive Datenlandkarten auf zwei Ebenen
Die Architektur-Sicht zeigt Applikationen, Datenspeicher, Schnittstellen und Datenflüsse. So werden Abhängigkeiten und Informationssilos sichtbar. Die Datenmodell-Sicht geht eine Ebene tiefer bis zu Tabellen und Attributen. Kommentare und eine eigene Datenschutz-Sicht helfen, Personendaten gezielt im Blick zu behalten.
Technischer Datenkatalog mit automatischem Harvesting
AtlasOne liest Metadaten direkt aus bestehenden Systemen aus, zum Beispiel aus PostgreSQL, SQL Server, Oracle oder MySQL, aus dbt-Projekten, REST/OpenAPI-Schnittstellen oder Cloud-Speichern wie S3 und Azure Blob. Synchronisiert werden ausschliesslich Metadaten, nie die eigentlichen Geschäftsdaten. Metadaten lassen sich zudem in gängigen Formaten wie CSV, Excel, JSON, XML sowie RDF (Turtle, JSON-LD) importieren und exportieren.
Rollen und Verantwortlichkeiten
Data Owner, Data Steward und Datendomänen inklusive Stellvertretungen werden direkt an den Datenbeständen gepflegt. Datenprobleme landen so schneller bei der richtigen Person. Die Berechtigungen lassen sich als Berechtigungskonzept exportieren.
Business Glossar, Prozesse und Datenqualität
Fachbegriffe werden in einem Business Glossar definiert und mit Datensätzen verknüpft. Prozesse zeigen, wo Daten entstehen, verarbeitet oder angereichert werden – ändert ein System, sind die betroffenen Prozesse sofort erkennbar. Datenprobleme und Verbesserungsideen werden in einem Backlog erfasst und bis zur Umsetzung verfolgt. Freigabe-Workflows, Versionshistorie und Audit-Log sorgen für Nachvollziehbarkeit.
KI-Unterstützung – optional und kontrolliert
Wer nicht bei null beginnen will, lädt bestehende Dokumente hoch oder verbindet Datenbanken. Die KI schlägt daraus Applikationen, Datenspeicher, Verantwortliche, Prozesse und Datenmodelle vor und markiert sensible bzw. personenbezogene Daten. Wichtig: KI-Ergebnisse sind immer nur Vorschläge und werden erst nach Ihrer Bestätigung übernommen. Der KI-Einsatz ist optional, der Anbieter wählbar und kann mit eigenem API-Schlüssel betrieben werden.
Für wen eignet sich AtlasOne?
- Schweizer KMU, die Data Governance einführen wollen, ohne eine eigene Governance-Abteilung aufzubauen.
- Öffentliche Verwaltungen wie Kantone, Städte und Bundesämter, die einen Datenkatalog nach DCAT-AP CH benötigen.
- Grössere Organisationen mit Compliance- und Datenschutzanforderungen, die Excel-Listen durch eine gepflegte, durchsuchbare Datenlandkarte ersetzen möchten.
Datenschutz und Hosting in der Schweiz
AtlasOne wird in Schweizer Rechenzentren betrieben und ist auf die Anforderungen des Schweizer Datenschutzgesetzes (revDSG) ausgerichtet. Für Organisationen mit besonderen Anforderungen ist auch eine On-Premise-Installation möglich. Die Oberfläche steht auf Deutsch, Englisch und Französisch zur Verfügung.
Fazit
Data Governance scheitert selten an der Theorie, sondern an fehlender Übersicht und unklaren Zuständigkeiten. Eine gepflegte Datenlandkarte mit integriertem Datenkatalog macht sichtbar, welche Daten vorhanden sind, wie sie fliessen und wer sie verantwortet. Hintergründe zum Thema finden Sie in unserem Artikel Data Governance für bessere Datenqualität. Mehr über das Produkt und eine Demo finden Sie auf atlasone.ch.